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Dr. med. Martin Mansfeld
Facharzt für Allgemeinmedizin

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Der Notfalldienst und Der integrative runde Tisch

Ergebnisbericht / Einladung zur Gründungsveranstaltung

Notfallpraxis Siegen GbR

Der im Jahre 2004 an Dr. Martin Mansfeld und die Arbeitsgruppe „Notfalldienst Siegen“ erteilte Auftrag, neue Perspektiven für den Siegener Notfalldienst zu erarbeiten, mündete am 25.10.2006 in einer Informationsveranstaltung, zu der der Leiter der Bezirksstelle Lüdenscheid alle in Siegen, Burbach und Wilnsdorf zum Notfalldienst verpflichteten Ärztinnen/Ärzte eingeladen hatte.

Fast 100 Ärztinnen/Ärzte haben diesen Termin wahrgenommen und nach den Sachvorträgen und der anschließenden Diskussion mit großer Mehrheit einem Modellversuch für den Zeitraum 01.01.2007 bis 30.06.2008 zugestimmt. Inhaltlich:

1. Es wird eine Notfallpraxis im St. Marien-Krankenhaus Siegen eingerichtet. Das Krankenhaus stellt die Räume kostenneutral zur Verfügung, so dass Kosten lediglich für die zu beschaffende EDV entstehen werden.

2. Es wird eine GbR gegründet, die die Trägerschaft übernehmen soll. 

Die Gründungsveranstaltung findet am 04.12.2006, 20.00 Uhr,

Jeder ist herzlich eingeladen!

3. Die Leitungsgruppe mit Dr. Greiten, Dr. Germann, Dr. Kämpfer, Dr. Steingräber und Dr. Mansfeld, der die Procura für die weiteren Verhandlungen bekam, ist bestätigt worden.

Abweichend vom HVV wird jeder Ärztin/jedem Arzt unabhängig von Fallzahlen eine Stundenvergütung gezahlt, die 25,00 EUR betragen wird. Die Vergütung wird wie bisher in Ihrem Honorarbescheid ausgewiesen.

4. Nicht-Vertragsärzte können zur Mitarbeit in der Notfallpraxis/im Fahrdienst herangezogen werden und somit die Dienstfrequenz insgesamt mindern. Sie werden eigenverantwortlich tätig.

 5. Aufgrund des umfassenden Votums hat der Leiter der Bezirksstelle Lüdenscheid, Herr Dr. Pfingsten, diese strukturellen Änderungen genehmigt. Damit ist die Tätigkeit in der neuen Notfallpraxis für alle Mitglieder der Notfalldienstgruppe verbindlich.

Der Vorstand der KVWL unterstützt das Projekt durch Zuteilung einer eigenen Abrechnungsnummer für die Notfallpraxis, juristische Unterstützung bei der Vertragsgestaltung, administrative Unterstützung in der Organisation der Abrechnung und durch Evaluation.

Zur Umsetzung des geänderten Abrechnungsverfahrens ist es notwendig, dass jeder Teilnehmer die als Anlage beigefügte Einverständniserklärung unterschreibt. Sollten Sie also im Projekt mitarbeiten wollen, geben Sie die beigefügte Erklärung bitte zurück an

 

KVWL

Frau Baumgart

44127 Dortmund

Für Notfalldienstverpflichtete, die am Projekt nicht teilnehmen wollen, ist folgende Verfahrensweise vorgesehen:

Die Ärztin/der Arzt wird in der zentralen Notfallpraxis tätig, rechnet jedoch nach wie vor unter seiner eigenen Abrechnungsnummer nach HVV ab. Für die Mitnutzug der Struktur der Notfallpraxis (z. B. Personal) wird die GbR der Ärztin/dem Arzt anteilige Kosten in Rechnung setzen.

Bitte unterstützen Sie dieses zukunftsweisende Modell durch Ihre aktive Mitarbeit und Ihren Beitritt zur GbR.

Mit freundlichen Grüßen

Henny Baumgart                                                                 Dr. med. Martin Mansfeld

Abteilungsleiterin  

KVWL                                                             

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in Kooperation mit dem Ärzteverein Siegerland und der KVWL Bezirksstelle Lüdenscheid möchte ich Sie bei der Koordination des „integrativen“ runden Tisch im Siegerland um Ihre Mitarbeit bitten.

Sprechen Sie bitte mit Ihren Kollegen und wählen einen Vertreter Ihrer Fachgruppe aus.

Es geht um folgendes:

Der „integrative“ runde Tisch 

Warum ?

Das Sozialgesetzbuch V und die resultierenden neuen gesetzlichen Vorgaben geben uns die Möglichkeit neue medizinische Kooperationsformen auf den Weg zu bringen.

Es bestehen Möglichkeiten der interdisziplinären Kooperationen mit unterschiedlichen Anbietern im Gesundheitssystem (Gesundheitszentren, MVZ, Integrative Versorgung §§140ff).

In unserer Region dem Kreis Siegerland Wittgenstein mit etwa 250.000 Mitbürgern,  356 Vertragsärzten und 4 Krankenhausträgern mit 6 Krankenhäusern liegt genug Potential für NEUE VERSORGUNGSFORMEN und nichtärztliche Beratungsgesellschaften.

So sollten wir die ersten sein, ein Konzept auf den Weg zu bringen, das sinnvoll und kollegial ist. – Uns vor dem Ausverkauf schützt. Vom Arzt für den Arzt und das „ärztliche“ schützt !


Was?

Der „integrative“ runde Tisch soll eine Kommunikationsebene sein, auf der die einzelnen Parteien im team-play eine Basis haben miteinander zu kommunizieren, bindende Absprachen zu treffen und diese dann umzusetzen.


Wie?

Initiierung und Moderation von engmaschigen Treffen der Krankenhausgeschäftsführer der Trägergesellschaften, der Ärzte (s.u.) und des Bezirksstellenleiters der Verwaltungsstelle als KV-Vertretung.

Die einzelnen Arztgruppen wählen sich einen Sprecher (hier sind bindende Absprachen unter einander wichtig – gemeinsame Absichtserklärungen). Dieser Sprecher wird dann in den o.g. Kreis geladen und vertritt die Meinung der jeweiligen Arztgruppe.

Es ist unumgänglich, dass die einzelnen Verhandlungspartner, die getroffenen Absprachen halten, weiter kommunizieren und umsetzen.

Es wird die Möglichkeit der Absprache in den gemeinsamen Verhandlungen um NEUE VERSORGUNGSFORMEN gegeben und so versucht die Konkurrenz in der Patientenversorgung zu vermindern.

Dem Ärzteverein sollte die Möglichkeit behalten in der Initiierung den Weg zu bahnen  – es sind schon im Vorfeld orientierende Gespräche mit einzelnen Partnern gelaufen!


Was wäre, wenn (?)

… es würde so weiterlaufen, einzelne werden Vorteile für sich selbst erkämpfen und viele werden allein außerhalb der zu bildenden Kooperationen stehen.

Nur miteinander und gemeinsam sind wir stark, können uns unterstützen und die Freiberuflichkeit schützen. 

Mit freundlichen und kollegialen Grüßen

Ihr Martin Mansfeld


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Eigenes Leitbild - Dr. Martin Mansfeld

Die Sicherstellung der Patientenversorgung einer Region (sprich des Mitmenschen) durch interdisziplinäre, kooperative, humane und qualitativ-optimierte Medizin zu erhalten.

Hier ist Qualität und Kommunikation das wichtigste Hilfsmittel und eine Pflicht. Die Vernetzung im System des Miteinander eine Zweite, so wird der Beruf im ethischen Sinne wieder zur Kür.

Der Systemansatz ist der erste Schritt, danach können die einzelnen Prozesse definiert werden. So wird die Nachvollziehbarkeit eines Systems gesichert.

Mir ist es wichtig einzelne Schritte auf diesem Weg mitzugestalten und einzelne Werkzeuge zu bauen, so daß sich das System verbessert und stabiler wird.

Es soll wieder "Spass machen,  Arzt zu sein" -  hierfür will ich einzutreten, besonders in Zeiten des Umbruchs.

Dr. med. Martin Mansfeld







Qualitätsmanagement

Hausärzte trainieren Hausärzte im Qualitätsmanagement

Bei dem Konzept der Firma Sqularis wird viel Verantwortung an Arzthelferinnen delegiert / Schulung dauert insgesamt 40 Stunden

KÖLN (akr). Qualitätsmanagement in der Arztpraxis muß in ärztlicher Hand bleiben, ist das Credo des Allgemeinmediziners Dr. Martin Mansfeld aus Siegen. Deshalb hat der niedergelassene Arzt mit zwei Partnern eine Firma gegründet, die Schulungen zum Thema Qualitätsmanagement anbietet. "Hausärzte sollen Hausärzte, Fachärzte Fachärzte trainieren", sagt Mansfeld.

Der Gesetzgeber sieht vor, daß niedergelassene Ärzte seit Beginn 2004 in ihren Praxen ein Qualitätsmanagement betreiben. Allerdings wird der Gemeinsame Bundesausschuß die konkreten Anforderungen erst im Laufe des Jahres festlegen.

Das sollte Ärzte aber nicht davon abhalten, schon mit dem Qualitätsmanagement zu beginnen, findet Mansfeld. "Es hilft dem Arzt, mehr Struktur in seine Praxis zu bekommen", sagt er. Der Allgemeinmediziner hat die Firma Sqularis mitgegründet, damit die Seminare von einem professionellen Unternehmen organisiert werden.

Die GmbH arbeitet mit dem Schulungskonzept "Ärztliches Qualitätsmanagement" (ÄQM), das der Mediziner Dr. Bernd Schubert entwickelt hat. Dabei sollen Ärzte Kollegen befähigen, sich Abläufe in der Praxis bewußt zu machen und Verantwortung an die Arzthelferinnen zu delegieren.

Das Konzept richtet sich an Einsteiger, die sich mit den Grundlagen des Qualitätsmanagements vertraut machen wollen. "Wir wollen Nichtschwimmer zu Schwimmern machen", sagt Sqularis-Geschäftsführer Andreas Adamczyk. In drei Schritten kann ein Mediziner ÄQM einführen:

  • Der Arzt setzt sich bestimmte Ziele und versucht, die Mitarbeiterinnen dafür zu gewinnen. Dabei achtet er bereits bei der Formulierung darauf, daß sein jeweiliges Ziel auch erreichbar ist und Fortschritte meßbar sind. So ist es nicht sinnvoll, wenn sich der Arzt und sein Team das Ziel "Wartezeiten der Patienten optimieren" setzen. Besser ist es, wenn der Arzt ein klare Vorgabe macht, etwa "bis Juni die durchschnittliche Wartezeit von 30 Minuten auf 20 Minuten senken".
  • Der Arzt macht sich die Abläufe in seiner Praxis bewußt. Dazu werden die einzelnen Vorgänge graphisch in Flußdiagrammen dargestellt, zum Beispiel der Empfang des Patienten an der Rezeption. Der Arzt kennt die Grundzüge dieser Vorgehensweise, erstellt werden die Schemata aber von den Arzthelferinnen.
  • Der Arzt erstellt einen Qualitätsbericht. Dabei faßt er die Zielformulierung und Flußdiagramme zusammen. Dazu dokumentiert er nicht den gesamten Arbeitsablauf, sondern beispielhaft die wichtigsten Vorgänge. Eingeleitet wird der Bericht immer von einer kurzen Darstellung der Praxis.

Ein großer Vorteil dieses Konzepts ist nach Mansfelds eigenen Erfahrungen, daß Ärzte damit Arbeit besser delegieren können und so entlastet werden. In seiner Gemeinschaftspraxis ist zum Beispiel seit der Einführung des Qualitätsmanagements je eine Arzthelferin für Bestellungen und Hygiene verantwortlich.

Da die Mitarbeiterinnen des Arztes bei der Einführung des ÄQM unentbehrlich sind, sieht das Sqularis-Konzept auch ihre Schulung vor. "Die kollegiale Nähe ist uns bei den Schulungen sehr wichtig", sagt Mansfeld. Deshalb werden auch die Mitarbeiterinnen von anderen Arzthelferinnen ausgebildet. Für die eigene und die Schulung einer Mitarbeiterin zahlen Ärzte 650 Euro, für jede weitere Arzthelferin 200 Euro. Die Seminare umfassen für den Arzt zweimal vier Stunden und für die Helferin dreimal vier Stunden.

Bis jetzt hat Sqularis 14 Trainingsteams in Westfalen-Lippe, zwei in Nordrhein und eines in Mecklenburg-Vorpommern ausgebildet. Nach der Schulung dauert es nach Angaben von Sqularis etwa 40 Stunden, bis das Qualitätsmanagement eingeführt ist. "Dann ist ein Arzt auch so weit, seine Praxis zertifizieren zu lassen", sagt Mansfeld.

Der Gesetzgeber schreibt Ärzten zwar das Qualitätsmanagement vor, aber keine Zertifizierung. Mediziner, die mit dem Einstieg in ÄQM der Ehrgeiz packt, können sich auf der Grundlage des Programms auch zertifizieren lassen.

Das Konzept enthält die wesentlichen Elemente gängiger Zertifizierungsprogramme, etwa die von KPQ (Praxis Qualitätsmanagement der KV Westfalen-Lippe). Mansfeld will das Konzept mit Hilfe von Berufsverbänden und Selbstverwaltungen unter die Ärzte bringen. Der Hausärzteverband in Westfalen-Lippe empfiehlt Sqularis seinen Mitgliedern.

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